Autobrand in Fürth: Anschlag oder Versicherungsbetrug? (30.11.2011)

Am vergangenen Samstag, den 26.11.11, gegen 22:30 Uhr brannte nahe der Fürther Jakobinenstraße ein rotes Fahrzeug, Ein Passant stieg aus und löschte das Feuer. Die Polizei spricht mittlerweile von Brandstiftung. Sofort ruft sich der unvoreingenommene Betrachter die zahlreichen Meldungen über Autobrandstiftungen aus den Großstädten Hamburg und Berlin ins Gedächtnis. Hier erreichte die Menge in Brand gesteckter Kraftfahrzeuge dieses Jahr ihren traurigen Höchststand. Vor allem in der linksextremistischen Szene sind Autobrände eine beliebte Methode gegen die vermeintliche sogenannte „Yuppieisierung“ (hiermit ist der Zuzug von Menschen aus den gehobenen Mittelstand in sozialschwache Bezirke gemeint) bestimmter Stadtteile vorzugehen. Dass sie das Eigentum anderer Personen mutwillig zerstören und leichtsinnig Menschenleben in Gefahr bringen, kalkuliert die gewaltbereite Linksextremistenszene in der BRD gerne mit ein. Es wird sich sogar offen zu den Brandanschlägen bekannt und diese als legitimes Mittel in der politischen Auseinander­setzung proklamiert. In diese Kette „politscher Brandstiftungen“ reihen sich auch einzelne Fälle von Versicherungsbetrügereien mit ein.

Linksextremisten haben mit Brandanschlägen keine Probleme – Ausschnitt aus der linksterroristischen Zeitschrift „Interim“ (Nr. 730)
Linksextremisten haben mit Brandanschlägen keine Probleme – hier ein Ausschnitt aus der linksterroristischen Zeitschrift „Interim“ (Nr. 730), der sich über den Fahndungsaufwand der Berliner Polizei lustig macht

Unhaltbare Verdächtigungen und Vorwürfe gegen die Polizei

In Fürth versuchen militante linke Kreise ihre Sympathisanten, Presse und sogar OB Dr. Jung den aktuellen Fall aber vollkommen anders darzustellen. Da es sich bei dem betroffenen PKW angeblich um das Auto „eines engagierten Antifaschisten“ handelte, werden nun eiligst und ohne Beweise so genannte „Neonazis“ hinter der Tat vermutet. Diese ganze Hysterie passt auch gut in den derzeit vorherrschenden Alarmismus bezüglich eines vermeintlichen rechten Terrors. In einer Pressemitteilung der verfassungsfeindlichen Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) und dem ihr nahe stehenden Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus (siehe "'Fürther Bündnis gegen Rechts' bekennt sich nicht zur Demokratie!" ) ist man sich noch nicht einmal 20 Stunden nach der Tat bereits sicher, dass es sich um einen „Nazianschlag“ handelte. Im gleichen Atemzug werden der Fürther Polizei, welche sogar eine eigene Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen hat, „schlampige Ermittlungen“ unterstellt. Den polizeilichen Ermittlungen eine - wie auch immer geartete -unmotivierte Arbeit vorzuwerfen hat in der linksextremistischen Szene Tradition. Zum einen um ihre Verschwörungstheorie, der Staat kooperiere mit so genannten „Neonazis“, zu zementieren, zum anderen, um sich selbst im linken Sumpf als Märtyrer zu gerieren und dadurch solidarisches Handeln einzufordern.

Täterwissen in der Pressemitteilung der Antifa?

Betrachtet man die Pressemitteilung und die Hintergründe jedoch genauer, so ergeben sich durchaus Ungereimtheiten. Die überaus genaue Tatbeschreibung in der Pressemitteilung der Antifa kann man ja vielleicht noch damit erklären, dass sich Linksextremisten beim „Auto abfackeln“ bestens auskennen, jedoch bei genauer Hinsicht, wirkt die Preisgabe von Täterwissen hier für die ALF-Aktivisten mehr als belastend. So wissen die Linksextremisten zu berichten, dass die Grillanzünder, die offensichtlich zum Autobrand führten, mit Heizöl getränkt waren. Wie dieser Umstand nach einem Brand erkennbar sein soll, erklären die vermeintlichen Freizeitdetektive nicht. Die Linksextremisten begaben sich nach Eigenbekunden selbst am Folgetag des Brandes noch einmal auf Spurensuche. Und siehe da, die Genossen finden tatsächlich in einem Mülleimer auf einen 300m entfernten Spielplatz noch Brocken von Grillanzündern oder Brandbeschleuniger. Worum es sich bei dem Fund nun genau handelt, darüber sind sich die verschiedenen linksradikalen Vereinigungen von ALF, Fürther Anti-Rechts-Bündnis und dem Nazistopp-Nürnberg-Zusammenschluss in ihren Aussagen hingegen nicht ganz sicher.

Auch bezüglich der Gesamtschadenssumme vermuteter Anti-Links-Aktionen, welche in Fürth ohne Belege nationalen Kräften in die Schuhe geschoben werden sollen, ist man sich bei den Linksextremen uneins. Während die militante ALF, deren Mitglieder selber regelmäßig wegen Straf- und Gewalttaten verurteilt werden (siehe "Antifa-Schmierfink zu Jugendarrest verurteilt"), die Summe auf 20.000€ beziffern, bejammerte das Fürther Anti-Rechts-Bündnis den doppelten Betrag, nämlich 40.000€. Die Diskrepanz der veröffentlichen Schadenssummen könnten aus eventuellen irregulären Abrechnungen mit den entsprechenden Versich­erungsgesellschaften resultieren, aber auch einfach daraus, dass man mit höheren Beträgen die Spendensolidarität in den eigenen Reihen anfeuern möchte.

Cui bono? Wem nützt es?

Der ganze Vorfall erscheint also bei genauerer Betrachtung ziemlich zwielichtig. Dies dachte sich wohl auch die Fürther Polizei. Ermittelt werde hier „in alle Richtungen“, folglich auch nach Links. Wenn man nicht nur als Kriminologe die Frage „Cui bono?“ - „Wem nützt es?“ aufstellt, so drängt es sich ja auch geradezu auf, Linksextremisten als Tätergruppe mit einzubeziehen. Ein Versicherungsbetrug ist eben auch nicht auszuschließen oder gar Reibereien in der inhomogenen linken Szene Frankens.

Die Fürther Polizei ermittelt in alle Richtungen – auch nach Links
Die Fürther Polizei ermittelt in alle Richtungen – auch nach Links

Linksextreme Hetzjagd

Die verschiedenen Anti-Rechts-Bündnisse und die extremistische ALF versuchen den Vorfall nun propagandistisch auszuschlachten. Die ganze Hetzjagd geht sogar so weit, dass teilweise einzelne heimattreue Fürther explizit beschuldigt werden. So drohen die Linksautonomen, man werde in Zukunft verstärkt Stadelner BSF-Aktivisten „auf den Zahn fühlen“. Wie dieses „auf den Zahn fühlen“ im Einzelnen aussieht, davon konnte sich Mitte März diesen Jahres eine dreifache Mutter in Stadeln überzeugen. Nachts wurde sie auf dem Nachhauseweg von zwei vermummten Gestalten mit den Worten „Jetzt siehst Du alt aus, du Nazischlampe!“ abgefangen. Dann schlugen sie zu.

Auch die Besucher des Fürther Weihnachtsmarktes durften schon einmal von den Argumenten der Linksextremisten kosten. Am Montagabend den 28.11.11 zogen knapp 50 vermummte linke Rowdies wutentbrannt über den Markt. Sie führten unter den Augen der Polizei bis zu 1000°C heiße bengalische Fackeln und illegale Böller mit sich. Mit Bränden von Marktständen hat die Kleeblattstadt wohl in der Vergangenheit genug negative Erfahrung gemacht. Die auf dem linken Auge blinde Polizei, ließ die Chaoten jedoch rechtswidrig gewähren. Die Krawallmacher kreischten gewaltverherrlichende und beleidigende Parolen und bekundeten damit nur einmal mehr die entlarvende Sprache des linksextremen Mobs.

Johannes Alles, der Journalist der Fürther Nachrichten und mediale Gönner der verfassungsfeindlichen ALF befragte für seinen Zeitungartikel vom 29.11.11 auch den Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung. Dieser gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass eine baldige Festnahme des Täters erfolgt. Dem kann man sich nur anschließen. Es stellt sich allerdings die Frage ob der oder die ermittelten Täter auch in das politische Konzept eines Herrn Alles passen.