Geheimniskrämerei der Stadt bezüglich Asylheimen (05.11.12)

Da die Stadt Fürth noch nicht genügend Asylanten aufgenommen hat, um die freche gesetzlich vorgeschriebene Quote zu erfüllen, werden derzeit fieberhaft neue Unterbringungsmöglichkeiten in der Kleeblattstadt gesucht.

Bereits Ende Oktober berichteten wir über die Bemühungen der Kommune (siehe: Fürther Turnhallen als Asylantenunterkünfte (25.10.12)). Vor allem bei den Anwohnern neuer potentieller Asylunterkünfte ruft die Unterbringung stets Protest hervor. Erfahrungen, beispielsweise aus dem benachbarten Zirndorf zeigen, dass die Ängste der Bürger nicht unbegründet sind.

Anwohnerbefragungen durchgeführt

Kürzlich wurden in Zirndorf Anwohnerbefragungen durchgeführt. Die Nachbarn der "Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber" (ZAE) berichteten von vermehrten Diebstählen im direkten Umfeld und massiver Verschmutzung. Zwar lässt sich in einigen Fällen eine direkte Beteiligung der Insassen der ZAE nicht beweisen. Dies ist aber u.a. auch der Taktik örtlicher Polizeibehörden geschuldet, welche die Herkunft Tatverdächtiger vornehmlich verschweigen. Jedoch ist die Häufung im direkten Umfeld der ZAE doch recht auffällig. Zudem beobachteten einzelne Anwohner wie die Asylanten nachts die hohen, mit Stacheldraht gesicherten Zäune, einfach übersteigen. Sollten die Insassen lediglich einen harmlosen nächtlichen Spaziergang vorhaben wäre die anstrengende und nicht ungefährliche Zaunüberwindung wohl kaum vonnöten.


Selbst dieser hohe Zaun um die ZAE und die Videoüberwachung hält die Asylanten nicht vom Übersteigen ab

Direkt zuordnen lässt sich den Asylbewerbern jedoch die immense Lärmbelästigung beinahe rund um die Uhr. Während bei normalen Bürgern die Polizei wegen Ruhestörung einschreiten würde, dürfen die lärmenden Asylanten schalten und walten, wie sie wollen. So ist zumindest der Eindruck der direkten Nachbarn der ZAE. Viele, vor allem Nachbarinnen, empfinden auch Angst vor den Insassen der ZAE, welche ständig in den Straßen präsent sind.

Geheimniskrämerei soll Protest verhindern

Wohl um den berechtigten Protest zukünftig betroffener Nachbarn zu verhindern herrscht im Fürther Sozialrathaus eine regelrechte Geheimniskrämerei, wenn es um den Standort neuer Asylantenheime geht. Das Vorgehen ist höchst skandalös. Es kann nicht sein, dass hinter dem Rücken der Betroffenen Planungen getroffen werden, welche erhebliche Veränderungen für diese verheißen. Zumal diese Veränderungen wie Erfahrungen zeigen vornehmlich negativer Natur sind. Die betroffenen Anwohner werden im Dunkeln gelassen und schließlich vor vollendete Tatsachen gestellt.


Das Sozialrathaus mauert bisher

Mehrere Objekte im Stadtgebiet im Gespräch

Im Gespräch ist derzeit eine Turnhalle im Fürther Stadtgebiet. Diese soll als "vorübergehende Außenstelle" der ZAE genutzt werden. Genauere Auskünfte kommen aber mit der Begründung, man ist angeblich noch im "Verhandlungsstadium" , nicht an die Öffentlichkeit. Im Klartext heißt dies, erst wenn der Beschluss gefasst ist die Asylanten dort unterzubringen erfahren es auch die Anwohner. Protest ist dann aber wohl meist wirkungslos, denn schließlich sind die Verhandlungen schon abgeschlossen. Auch weitere Objekte im Fürther Stadtgebiet sind noch im Gespräch. Auch hier erteilt die Kommune keine Auskünfte über die Standorte.

Recht auf Protest wird mit Füßen getreten

Wir fordern daher die Einbindung der Anwohner in die Verhandlungen über neue Standorte von Asylantenheimen. Da diese direkt von den Maßnahmen betroffen sind müssen sie auch ein Mitspracherecht besitzen. Das Recht auf legitimen Protest darf nicht mit Füßen getreten werden!

Weitere Berichte über die Asylpolitik und Vorkommnisse in der ZAE: