Happy Chanukka! Wieder 500.000 € für jüdisches Museum (21.12.12)

Der Trägerverein "Jüdisches Museum Franken" erhält für 2013 und 2014 wieder einmal eine halbe Million Euro. Das Geld kommt diesmal von der bayerischen Landesregierung und wird im Doppelhaushalt der kommenden zwei Jahre zur Verfügung gestellt. Die großzügige Zuwendung aus Steuermitteln bekommt der Museumsverein selbstverständlich zusätzlich zu der weiteren massiven Förderung.

Jüdische Museen angeblich auf Staatshilfe angewiesen

Angeblich, so will uns der Trägerverein ständig weißmachen, sind die drei Museen (in Fürth, Schwabach und Schnaittach) ohne die massiven staatlichen Zuwendungen nicht überlebensfähig. Einen Großteil der Besucher der jüdischen Museen stellen vornehmlich Schulkinder, die mit ihren Klassen die Museen mit zweifelhaftem Bildungswert besuchen (müssen). Trotz dieses eigentlich "sicheren" Besucheraufkommens sind die Verantwortlichen angeblich nicht in der Lage den Museumsbetrieb mit eigenen Mitteln und durch private Spenden aufrecht zu erhalten. Offenbar stößt das Konzept des jüdischen Museums auch in den jüdischen Gemeinden Frankens auf erhebliche Ablehnung, wenn man dort nicht bereit ist den Geldbeutel zu öffnen.


Jüdisches Museum Fürth in der Königsstraße

"Museumspädagogik" für 500.000 €

Der neue Geldsegen der bayerischen Staatsregierung soll unter den einzelnen jüdischen Museen in Schnaittach, Schwabach und Fürth aufgeteilt werden. In den kleinen Museen soll damit die so genannte "Museumspädagogik" ausgebaut werden, wie es heißt. Dass mit diesem großzügigen Geldgeschenk endlich Ruhe bei den Protagonisten des Museumsvereins einkehrt darf aber getrost bezweifelt werden. Zuletzt forderten diese 650.000 Euro als jährliche Zuwendung für die drei schlecht laufenden Museen (siehe auch: Jüdisches Museum fordert wieder mal mehr Geld (20.06.12)).

Die nächste Geldforderung kommt bestimmt

Für ein "Happy Chanukka" dürfte die halbe Million Euro über zwei Jahre bei dem Vorsitzenden des jüdischen Vereins, Alexander Küsswetter, deshalb wohl kaum sorgen - schon alleine aus Prinzip. Man darf also gespannt sein, wann die nächste anmaßende Geldforderung aus den Kreisen des Trägervereins ertönt.