Jüdisches Museum fordert wieder mal mehr Geld (20.06.12)

Wie die Nürnberger Zeitung (NZ) am 19.06.12 berichtete fordert das Jüdische Museum Fürth weitere 150.000 Euro an öffentlichen Geldern. Die Fürther Bürger sind empört.

Schon der Titel "Jüdisches Museum braucht mehr Geld"[1] kann aufgrund der knappen Finanzlage der Kleeblattstadt schon als anmaßend gewertet werden. Der Vorsitzende des Trägervereins des Judenmuseums Alexander Küßwetter (CSU) gibt an, dass das Museum ohne weitere finanzielle Mittel von der Schließung bedroht sei. Seit der Eröffnung vor 13 Jahren wird das Jüdische Museum massiv mit Steuergeldern finanziert. Die Kosten des Museum verteilten sich laut Stand von Mai 2011 folgendermaßen: Der Bezirk Mittelfranken zahlt 193.400 Euro aus der Mittelfranken-Stiftung, die Stadt Fürth 173.000 Euro, der Landkreis Nürnberger Land 53.700 Euro, der Markt Schnaittach 20.500 Euro und die Stadt Schwabach 19.500 Euro. Trotz nahezu bundesweiter medialer Unterstützung, wird das Museum von den Fürther Bürgerinnen und Bürger jedoch nicht angenommen. Vielmehr sind viele Einwohner seit Jahren stinksauer über die sinnfreien finanziellen Zuwendungen aus der Stadtkasse.


Fass ohne Boden? Jüdisches Museum in der Königsstraße

650.000 Euro jährlich für das jüdische Museum gefordert

Nun sollen diese massiven finanziellen Zuwendungen trotz allgemeiner Sparzwänge noch weiter erhöht werden. Der Bezirk Mittelfranken müsste somit nochmal 53.600 Euro mehr zahlen. 53.900 Euro mehr werden von der Stadt Fürth gefordert. Weiter soll der Landkreis Nürnberger Land 23.600 Euro, die Stadt Schwabach 12.350 Euro und die Gemeinde Schnaittach 6350 Euro mehr zahlen.

Dazu kommen noch verschiedene Sonderzulagen. Auch der zuvor vereinbarte Sonderzuschuss der Stadt Fürth von 40.000 Euro soll anstatt der derzeitigen 20.000 Euro über die reguläre Umlage eingebracht werden. Unverschämte Forderungen, wie viele Fürther Bürger angesichts leerer Stadtkassen meinen.

Großes Unverständnis in der Bürgerschaft

Den Fürtherinnen und Fürthern gehen die immensen Geldforderungen deshalb nun endgültig zu weit. Während anderorts wie bei der Kinderbetreuung, den Öffentlichen Personennahverkehr oder bei der Renovierung von baufälligen Brücken jährlich finanzielle Abstriche von der Stadt gemacht werden, soll das unnütze Museum noch mehr gefördert werden. "Aus finanzieller Sicht gibt es Hunderte Brennpunkte bei uns in Fürth und da sollen wir noch mehr Geld in dieses unsägliche Museum stecken? Außer verordneten Besuchen durch Schulklassen gibt es dort doch fast eh keinen Publikumsverkehr!" äußerte eine Fürtherin im persönlichen Gespräch mit BSF-Mitgliedern.

Auch ein Leser bringt es in der Kommentarspalte der NZ auf den Punkt "Solch ein (totes) Museum ist unnötig wie ein Kropf!".


Jüdisch leben mit deutschen Steuergeldern?

Volksentscheid über Bestand des Museums muss her!

Wir fordern die sofortige Überarbeitung der Umlagen für das Jüdische Museum sowie eine genaue Prüfung der Finanzen des Trägervereins. Daneben sollte ein Volksentscheid über den Bestand des unsäglich teuren Museums in die Wege geleitet werden. Somit kann sich auch der Fürther Stadtrat aus der Verantwortung ziehen. Darin sind die sogenannten Volksvertreter im Rathaus sonst auch nicht verlegen.

Siehe auch:


[1] ] http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nz-regionews/judisches-museum-braucht-mehr-geld-1.2150920?searched=true