Mediale Klagemauer für jüdischen Neubau in Fürth errichtet (02.07.2011)

Nahezu unerträglich werden die Jammertiraden der lokalen Journaille im Bezug auf den Erweiterungsbau bezüglich des jüdischen Museums in Fürth.

Beinah wöchentlich werden die Klagelieder der jüdischen Museumsleiterin Daniela Eisenstein unkritisch mitgesungen. Meistersinger in diesem Fall sind die linken „Fürther Nachrichten“. Hintergrund ist die dreiste Forderung Eisensteins dem erst vor gut 12 Jahren mit maßgeblich aus Steuergeldern finanziertem Museumsbau nun einen neuen Anbau folgen zu lassen. 5,5 Millionen Euro soll der maßlose Erweiterungsbau verschlingen.

Hintergrund: Frau Eisenstein braucht ein Büro im Museum und möchte mit den neuen Räumlichkeiten nun die Fürther Kinder näher ans Judentum heranführen.Was man darunter vielleicht verstehen kann, gibt eine auf der Internetseite des Museums beworbene Veranstaltung vom 15. Juni 2011 wieder. Dort warb man um 6- bis 12-jährige Kinder mit dem so genannten „Workshop“: „du darfst! koscher essen“. Anmeldungen wurden über die Stadt Fürth erbeten. Ob die koschere Kochschule nun die soziale Not zahlreicher sozialschwacher Kinder in Fürth lindert, mag wohl allgemein bezweifelt werden. Das „großzügige“ Angebot gilt übrigens auch für Schulklassen allgemein. 3,-- Euro werden da für jeden Schüler veranschlagt. Offensichtlich bestehen an solchen kulturfremden Angeboten aber allgemein kaum Interesse und noch weniger Bedarf.

Denn eine Notwendigkeit das jüdische Leben hier noch weiter zu etablieren sieht der deutsche Fürther Bürger ebenfalls nicht. Insbesondere auch deshalb, da gerade mal 500 Juden in der jüdischen Gemeinde Fürths beheimatet sind und in einer Zeit klammer Kassen im städtischen Haushalt nun wirklich wichtigere Projekte anstehen. Seit Jahren wird im sozialen Bereich, bei Sport und Kultur, an Kindertagesstätten und Schulen massiv gespart. Angesichts dieses Umstandes ist die permanente Forderung nach einem städtisch-staatlich geförderten Anbau am Museum eine Dreistigkeit sondergleichen. Warum sich die israelitische Kultusgemeinde nicht selber bei ihren Mitgliedern um die Neubaugelder bemüht, bleibt bisher im Dunkeln.

Nachdem die Museumsleiterin von der Stadt Fürth eine (wie üblich wohlwollend verpackte) Abfuhr aufgrund der kommunalen Finanzlage erfuhr, ist Frau Eisenstein nun fieberhaft auf der Suche nach neuen Brüdern im Geiste, die ihr unnützes Vorhaben unterstützen. Offensichtlich wurde sie nun fündig. Am 21. Juni besuchte der römisch-katholische CSU-Landtagsabgeordnete Bernd Sibler mit seiner evangelischen Fürther Parteikollegin Petra Guttenberger das Zentrum für jüdische Geschichte in der Kleeblattstadt.

Die Abgeordneten gelten allgemein eher als politische Hinterbänkler in der Landesfraktion der Christsozialen. Beiden stellte Eisenstein ihr neues so genanntes „Pädagogikkonzept“ vor, daß Kindern und Jugendlichen den spielerischen Zugang zur jüdischen Geschichte erschließen solle. Wer braucht das wirklich, fragen sich die Fürther Hartz-IV-Bezieher und sozial Schwachen im „fränkischen Jerusalem“? Der CSU-Landtagsabgeordnete Sibler sieht nun plötzlich auch in der „Authentizität des historischen Gebäudes ein Alleinstellungsmerkmal“ für das Museum. Wie gut, daß es die deutsche Sprache gibt, die jeglichen Blödsinn nach außen hin noch mit einigen Worthülsen kaschieren vermag.

Aus der Vergangenheit weiß man, daß die medialen Heulattacken wegen dem fehlenden Geld für neues jüdisches Leben wohl bald mit Millionenbeträgen getrocknet werden. Sei es Geld vom Steuerzahler oder von privaten Sponsoren. Letzteren geht zwar in ihrer Gutmenschenart die soziale Unterversorgung von sozial Schwachen in Fürth am Allerwertesten vorbei, aber den Krokodilstränen von Angehörigen einer einst in Deutschland verfolgten Minderheit können sie nur selten widerstehen.

Erst jüngst kokettierte Eisenstein geschickt und subtil mit der Antisemitismuskarte, indem sie den von ihr gewünschten Neubau mit der „Loyalität“ zum jüdischen Museum öffentlich verquickte. Man darf gespannt sein, ob sich unsere Prognose in Punkto wachsender Zahlungsbereitschaft bewahrheitet.