Osteuropäer missbrauchen Touristen als Drogenkuriere (29.11.12)

Tschechien gilt als Drogenhafen Bayerns. Besonders die Droge Crystal, welche als die derzeit Gefährlichste gilt, wird vor allem aus Tschechien nach Bayern geschmuggelt. Auch ahnungslose Touristen werden von den osteuropäischen Schmugglern als Transporteure missbraucht.

Crystal, Ice, Crystal Meth oder nur Meth wie es genannt wird, ist ein Methamphetamin. Die Zusammensetzung ist ähnlich der Droge Amphetamin/Speed, jedoch ist bei Crystal der Reinheitsgehalt wesentlich höher (etwa 90 %, bei Speed etwa 10-20 %) und gerade das macht das weiße Teufelszeug so gefährlich. Der Stoff gehört zu dem am schnellsten süchtig machenden und zerstörendsten Drogen überhaupt. Auch aus Fürth hört man immer wieder von dem Konsum des gefährlichen Rauschmittels.

In dem Nachbarland Tschechei ist die politische Führung allerdings nicht Willens gegen den Konsum, Vertrieb und die Herstellung vorzugehen. Der Besitz der hochgefährlichen Droge "zum Eigengebrauch" wird in Tschechien lediglich als "Ordnungswidrigkeit" verfolgt und mit lächerlich geringen Geldbußen geahndet. Dass aufgrund dieser laschen Gesetzeslage Tür und Tor für kriminelle Drogenschmuggler geöffnet ist, wissen deutsche Drogenfahnder schon seit langem. Die Menge des sichergestellten Crystal ist bis zum Oktober diesen Jahres um 40 Prozent gestiegen.


Über "grüne Grenze" werden massenweise Drogen aus Tschechien nach Bayern geschmuggelt

Die Schmuggler denken sich immer neue Tricks aus, um die Droge nach Bayern zu schleusen. Auch zwei Frauen aus Fürth wurden Mitte September Opfer der kriminellen Osteuropäer. Während die Damen aus der Kleeblattstadt bei einem Ausflug in Tschechien auf einem sogenannten "Asia-Markt" einkauften befestigten Schmuggler mittels Magneten zwei mit Drogen gefüllte Boxen an der Unterseite des Autos. So fuhren die zwei Frauen mit einem Kleinkind und 175 Gramm Crystal unter der Ölwanne über die Grenze. Drogenfahnder der Polizei entdeckten die Drogenboxen bei einer Kontrolle.

Kurz zuvor hatte es auf dieselbe Tour eine vierköpfige Familie aus Nürnberg erwischt. Hier waren 204 Gramm Crystal und 65 Gramm Marihuana an dem KFZ versteckt worden. Mittlerweile konnte die Polizei fünf der mutmaßlichen Dealer, welche für diese hinterhältige Masche verantwortlich sind, festnehmen.

Wir wollen daher alle Bürgerinnen und Bürger warnen sich ihren PKW nach Ausflügen in das Nachbarland vor dem Grenzübertritt genau anzusehen.