Totschlagversuch in Fürth: Somalier muss acht Jahre in Haft (06.07.12)

Im September des Jahres 2011 ereignete sich einer der bisher brutalsten Übergriffe eines Ausländers gegenüber drei Deutschen (siehe: Von Ausländer fast abgestochen (04.10.2011)). Der Täter, ein 19-jähriger Somalier, wurde nun verurteilt. Das Urteil der Jugendkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth lautete acht Jahre Haft. Mit in das Urteil einbezogen wurde eine dreijährige Haftstrafe wegen schweren Raubes.

Wegen 20 Cent fast getötet

Der Prozess gegen den ausländischen Gewalttäter zog sich über mehrere Verhandlungstage hin. Der Täter selber machte während der ganzen Ermittlungen und vor Gericht keine Angaben zu dem Geschehen. Die auf Anraten seines Anwaltes in schlechtem Deutsch gestammelte Entschuldigung gegenüber seinen damals schwerverletzten Opfern war die einzige Äußerung seinerseits. Eines der Opfer meinte diesbezüglich: "Ja, ich nehme es zur Kenntnis, aber was du da angerichtet hast wegen einer Zigarette, wegen 20 Cent, dass ist unglaublich, dass ..." (dem jungen Deutschen fehlen die Worte).

Der afrikanische Täter fragte die Gruppe der drei jungen Deutschen damals am 10.09.11 nach einer Zigarette. Auf das mehrmalige dreiste "Los, gib jetzt mal ne Zigarette!" bekam der Somali und sein türkischer Begleiter aber lediglich ein "Nein" zur Antwort. Daraufhin schlug der Somali eine Whiskyflasche in das Gesicht seines Gegenübers. Immer wieder stach und schlug er mit der mittlerweile abgebrochenen Flasche auf sein Opfer ein. Auch die anderen beiden Deutschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Ausländer agierte offensichtlich brutal im Blutrausch.


Der Tatort an der Ecke Schwammbergerstraße / Mohrenstraße

Opfer klagen über Albträume

Die drei Opfer haben noch immer mit den Folgen des Übergriffs zu kämpfen. So sind die Spuren der äußeren Verletzungen noch klar sichtbar. Manche Körperfunktion ist auch für immer eingeschränkt. Von seelischen Folgen in Form von immer wiederkehrenden Albträumen berichten die jungen Fürther ebenfalls vor Gericht.

Die Strategie des Verteidigers die schrecklichen Handlungen seines Mandanten auf den Drogen- und Alkoholkonsum zurückzuführen scheiterten ebenfalls. Die Zeugen gaben an, dass der Täter bei der Flucht nach der Tat noch fit genug war über ein etwa zwei Meter hohes Tor zu springen.

Türkischer Zeuge: Rassismuskeule und Falschaussage

Am zweiten Verhandlungstag kam es dann zum Eklat. Vorgeladen war der türkische Kumpan des Täters. Dieser griff tief in die Märchenkiste und holte die "Rassismuskeule" hervor. Angeblich wäre er vorher von der Gruppe der Deutschen angegriffen und rassistisch beleidigt worden. Der 17-jährige geht sogar so weit, dass er dreist behauptete, sein afrikanischer Begleiter hätte den Fürther in Notwehr beinahe erstochen. Der 17-jährige Ausländer verwickelte sich jedoch in erhebliche Widersprüche. Erst als ihm die Staatsanwältin mit Haft wegen uneidlicher Falschaussage drohte, ruderte der türkische Zeuge etwas zurück.


Der Prozess fand im Saal 619 des Landgerichts statt

Tat war offenbar geplant

Er gibt zu, dass sie sich die leeren Flaschen vorher gezielt zur Bewaffnung gesucht hätten. Auch hat er die blutverschmierte Kleidung seines Kumpans verschwinden lassen, um die Ermittlungen gegen ihn zu erschweren. Die Aussage des ominösen Zeugen war begleitet durch Störungen von den Zuschauerbänken, wo zahlreiche jugendliche Ausländer, wohl Freunde des Täters und des Zeugen, saßen. Als sich der fragwürdige Zeuge nach seiner Aussage erhebt und den Raum verlassen will zeigt er den auf den Zuschauerbänken zahlreich vertretenden jugendlichen Ausländern noch das "Victory-Zeichen" und grinst über das ganze Gesicht.

Pöbelnde Afrikaner bei Urteilsverkündung

Das Gericht ließ sich jedoch von der zweifelhaften Aussage des Türken nicht irreführen. Der vorbestrafte Somalier, welcher zurzeit eine Haftstrafe von drei Jahren wegen schweren Raubes verbüßt, wird zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Ein im Zuschauerraum anwesender verwahrlost erscheinender Schwarzafrikaner muss aufgrund seiner lauten Pöbeleien und Beschimpfungen des Gerichts von den Justizangestellten aus dem Sitzungssaal gezerrt werden.