Vorfälle mit Bettelmafia reißen nicht ab (05.06.13)

Schon wieder ist es nötig unsere Fürther Mitbürgerinnen und Mitbürger vor der osteuropäischen Bettelmafia zu warnen. Nachdem uns gegen Ende des vergangenen Jahres die vorläufig letzten Vorfälle zugetragen wurden, häufen sich seit März wieder die Zuschriften und Beschwerden.

Geld für angeblich herzzerreißende Storys

Die Betrugsmaschen sind unterschiedlich. Mal klingeln dubiose Gestalten an der Haustür und halten den ahnungslosen Hausbewohnern einen handgeschriebenen Zettel unter die Nase. Darauf steht irgendeine scheinbar herzzerreißende Geschichte. Zum Beispiel über ein kleines Mädchen, welches eine dringende Operation benötigt, da es sonst stirbt, die Angehörigen aber kein Geld für die OP aufbringen können. Oder es geht um eine arme Familie die in Lumpen herumläuft und Geld benötigt, um sich warme Kleidung zu kaufen. Der Umfang und die Art dieser Märchen sind lediglich von der Phantasie ihrer Verfasser abhängig. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Am Ende werden immer Geld oder Wertsachen, die sich zu Bares machen lassen, gefordert!


Osteuropäischer Betteltrupp fotografiert von einem aufmerksamen Stadelner

Gefälschte Rot-Kreuz-Ausweise

Etwas mehr Mühe geben sich andere Betrüger. Diese fälschen zum Beispiel Rot-Kreuz-Ausweise, um bei den Opfern einen seriösen Eindruck zu erwecken. Auch hier werden Geld, Wertgegenstände, oder Kleidung (lediglich gut erhaltene Sachen, welche dann vermutlich weiterverkauft werden) gefordert. Die Qualität der Fälschungen ist äußerst unterschiedlich. Vom einfachen leicht zu entlarvenden Gekritzel bis hin zu professionell anmutenden Chipkarten ist alles vertreten. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich stets die Polizei oder die Ordnungsbehörde anzurufen. Rechtmäßige Sammlungen sind dort in der Regel im Vorfeld angemeldet worden.

Auskundschaftung möglicher Einbruchsobjekte

Das "Klingelputzen" der osteuropäischen Gruppen dient aber noch einem weiteren Zweck. Für Kriminelle ist dies eine praktische und unverdächtige Methode um herauszufinden, ob sich Personen im Haus aufhalten. An der Haustüre werden auch "lohnende" Ziele für die kriminellen Clans dahingehend ausgespäht, ob sich ein späterer Einbruch an dem Objekt rentiert. Die Helligkeit während des Tages schreckt die osteuropäischen Einbrecher in keinster Weise ab, wie mehrere Fälle schon in der Vergangenheit bewiesen haben.

Enkeltrick ebenfalls im "Repertoire"

Auch der sogenannte "Enkeltrick" zählt zur Betrugspalette der Zigeunerclans. Hier werden vornehmlich ältere Menschen telefonisch kontaktiert. Die Kriminellen geben sich als Verwandte, bzw. Bekannte aus und täuschen eine Notlage vor. Die Geschichten sind teilweise äußerst aufwendig ausgedacht und manche Täter informieren sich zuvor auch über ihr Opfer. Gefordert wird stets eine hohe Geldsumme, die der Angerufene einer Kontaktperson für den Verwandten übergeben soll.

Wachsam bleiben!

Es ist also weiterhin höchste Wachsamkeit geboten. Aus diesem Grund verteilten Aktivisten der "Bürgerinitiative Soziales Fürth" (BiSF) in den vergangenen Wochen Hunderte von Flugblättern. Das Flugblatt können Sie auch hier auf unserer Webseite einsehen:

Achtung Stadelner - Osteuropäische Bettelmafia wieder aktiv!

Hier weitere Berichte aus der Vergangenheit über die Bettlerbanden: