Zeitarbeit? NEIN Danke! (05.12.12)

Viele Fürther Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind davon betroffen: Zeitarbeit. Ursprünglich dazu entworfen Unternehmen die schnelle Einstellung von Arbeitnehmern zu ermöglichen, um Auftragsspitzen zu bewältigen, ist die unsoziale Zeit- oder Leiharbeit längst zur Dauerbeschäftigungsform geworden. Auch das Jobcenter und die Agentur für Arbeit in der Kleeblattstadt vermitteln Arbeitssuchende hauptsächlich in Zeitarbeitsfirmen.

Zeitarbeitslohn reicht nicht zum Leben

Oftmals verdienen Zeitarbeitnehmer aber so wenig, dass sie ihren geringen Lohn noch vom Jobcenter aufstocken lassen müssen. Der Nettolohn am Ende des Monats reicht in den meisten Fällen nicht aus um die Kosten der Arbeitnehmer zu decken. Hiermit trägt also wieder die Allgemeinheit die Kosten. Eigentlich sollten jedoch die Unternehmen die Zeitarbeiter mit einem gerechten Lohn entgelten.

Vornehmlich große Unternehmen nutzen Zeitarbeiter aus

Der einzige Gewinner bei diesem asozialen Konstrukt sind meistens große Unternehmen. Eingespart werden hier vor allem hohe Lohnnebenkosten, wie sie bei fest angestellten Mitarbeitern anfallen. In den Unternehmen entsteht eine "Zwei-Klassengesellschaft" zwischen festangestellten Mitarbeitern und Angestellten aus Zeitarbeitsfirmen. Letztere werden meist benachteiligt und wie schon erwähnt geringer entlohnt obwohl sie die gleiche Arbeit leisten.

Untätige Gewerkschaften sind Teil des Problems

Volksfeindliche Gewerkschaften kümmern sich lediglich mit populistischen Phrasen um das Problem. Genau genommen sind die Gewerkschaften sogar ein Teil des Problems. Als Bremsklotz absorbieren sie den Protest der Arbeitnehmer und leiten ihn in die totale Wirkungslosigkeit um. Oftmals beschäftigen Gewerkschaften sogar in der eignen Verwaltung Zeitarbeiter. Auch werden von den Gewerkschaften lediglich wirkungslose Reformen der asozialen Beschäftigungsform gefordert. Konsequent wäre lediglich ein Verbot der Zeitarbeit.

Bürgerinitiative Soziales Fürth bezieht klar Stellung gegen Zeitarbeit

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und als "soziale Bürgerinitiative" auch hier klar Stellung zu beziehen, verteilten Sympathisanten der Bürgerinitiative Soziales Fürth in der jüngsten Vergangenheit Flugblätter gegen Zeitarbeit in Fürth. Bei Verteilungen direkt vor dem Fürther Jobcenter entwickelten sich gute Gespräche mit den Betroffenen. Die vermittelten Erfahrungen werden in zukünftige Anti-Zeitarbeitsaktionen einfließen. Auch in die Briefkästen der Fürther Bürgerinnen und Bürger fanden mehrere tausend Flugschriften ihren Weg.

In diesem Sinne: Harte Arbeit muss sich lohnen!
Zeitarbeit? Nein danke!